Über Vergänglichkeit, Medien und Vertrauen
Der Morgenwind schiebt verdreckte Fetzen über die Straße, die sie gestern noch als unfehlbare Topnews zu den Menschen transportierten. Denn heute stehen sie selbst in der Schlange der Vergessenen. Die Stadt lechzt bereits nach dem, was dem Chefredakteur gestern Abend noch als wissenswert erschien. So hämmerte er alte Lettern auf gebrauchtes Papier, verspritzte gehässige Druckerschwärze aus der offenen Rotationshalle über die schlafende Stadt.

Die vergängliche Wahrheit der Medien
Ihm ging es sichtlich gut. Und er war stolz, dass die Menschen ihm vertrauten, seinen verstaubten Schlagzeilen auf frischem Papier. Doch Wahrheit altert schnell. Was heute Gewissheit ist, liegt morgen zerfetzt im Rinnstein. Zwischen Druckerschwärze und Straßenstaub verliert Information ihre Unschuld. Und genau hier beginnt die Frage nach Verantwortung.

Roadstones: Jenseits des Tageslärms
Diese Vergänglichkeit von Wahrheit prägt auch die Arbeit von David Stern und die Essenz von ROADSTONES. David interessieren nicht die lauten Schlagzeilen, sondern die leisen Schichten darunter. Nicht das Tagesgeräusch, sondern das, was bleibt, wenn der Lärm verstummt. Er ist stets auf der Suche nach dem Fundament, dem geistigen Anker seiner Arbeit.

Der Rhythmus der Erinnerung bewahren
Die Projekte David Stern's folgen nicht dem Rhythmus der Newszyklen, sondern dem der Erinnerung. Wie die Fetzen der Zeit sammeln sich in seinen Arbeiten Fragmente: Bilder, Stimmen, Atmosphären. Nicht um zu belehren – sondern um zu bewahren. Dies ist David's philosophische Positionierung, die unbewusst erklärt, warum Roadstones existiert, als feste Rubrik 'Über Zeit, Medien und Erinnerung'.
„Was gesagt werden muss, muss gesagt werden.“
Eine fundamentale Überzeugung, die ROADSTONES antreibt.